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Elternmitwirkung im Visier (von Ina Kurz-Diederich)

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Wie organisiert sich die Elternvertretung? Wie sieht aktuell die Personalsituation am Kopernikus-Gymnasium aus? Und vor allem: 
Was bewegt aktuell die Elternschaft? Damit beschäftigten sich Elternvertreter bei einem Austausch am 7. Februar 2012.
Beim Treffen des Schulelternbeirats (SEB) mit den Elternsprechern(innen) ging es nicht nur darum, diese Arbeit darzustellen. Dies erläuterte Dr. Maria Hasenbach-Wolff gleich zu Anfang. Das Gremium brauche auch „Input“, um zu überprüfen, ob man die richtigen Schwerpunkte verfolge. Eingeladen waren neben den Elternvertretern des Gymnasiums auch die der Realschule Plus aus den Klassen 5 und 6 (Orientierungsstufe), sowie Thomas Loeb und Susanne Reifenrath als Vorsitzende des Schulelternbeirats der Realschulue Plus. Anwesend waren Elternvertreter aller Jahrgangsstufen.
Neues Angebot an der Schule
Einleitend referierte Björn Hamburger, Referendar am Kopernikus-Gymnasium und erfahrene Sprach-Förderkraft, über die in geplante Förderung von Schülern mit Lese-Rechtschreibschwäche. Ist diese durch ein extern eingeholtes Gutachten bestätigt, könne man sich per E-Mail an ihn wenden. Das Kind erhält eine Fördermappe mit täglich zuhause zu erledigenden Aufgaben. Nach vier bis fünf Wochen werden neue Förderschwerpunkte festgelegt. Man verwende Material von Norbert Sommer-Stumpenhorst.
Arbeitsgruppen vorgestellt
Die SEB-Vorsitzende stellte die Arbeitsgruppen des Schulelternbeirats vor. Zusätzlich werde der SEB laufend zu aktuellen Fragen einbezogen und positionierte sich auch zum Thema Unterrichtsausfall. So konnte für die Schule erreicht werden, dass zwei Referendare eingestellt wurden.
Die „Ori-AG“ nimmt zu organisatorischen und pädagogischen Fragen Stellung, die mit Einführung der schulartübergreifenden Orientierungsstufe einhergehen – diese Arbeit stellte Birgit Schulte vor. Der Busbeförderung nimmt sich eine Arbeitsgruppe an, die gleichfalls ihre Bewährungsprobe bereits bestand. Hierbei ging es um die Sicherheit bei Einstieg und Ausstieg, die sich durch praktische Lösungen wie Barrieren und eine geordnete Aufstellung erhöht hat, wie Angelika Pelzel berichtete.
Die Eltern in der „Kreativ-AG“ möchten das Angebot an Nachmittags-AGs gemeinsam mit der Schule bereichern und arbeiten an weiteren attraktiven Ideen wie Tanzen, Design (Nähen), Gesundheit (Rückenschule), Sport (Ballspiele), Werken oder eine Astro-AG für jüngere Schüler, erläuterte Anja Stahl den Stand der Planungen. Im Blick hat man auch eine ITG -AG, ein nicht-kommerzielles Angebot zum Maschineschreiben, Selbstverteidigung, Kochen/Backen sowie Film/Theater, selbst wenn es hier erst eine Reihe praktischer Fragen zu lösen gilt. Bereits angeboten oder seitens der Schule geplant sind Kurse wie Italienisch, Bogenschießen, Chor, Gitarre oder Erste Hilfe. Ein Informationsprospekt soll zu Beginn des Schuljahres das Programm darstellen.
Die Hompage-AG sorgt für die Präsenz des SEB auf der Homepage des Gymnasiums. Zum Thema Berufswahl gibt es einen Informationsbedarf, stellte die Berufswahl-AG fest. Eltern beschäftigen praktische Fragen zur Organisation und Finanzierung eines Studiums, die neue Studienwelt mit den Abschlüssen Bachelor- und Master, aber auch Aspekte des Dualen Studiums oder Alternativen zum Studium. Reiner Schmidt, stellvertretender SEB-Vorsitzender, schlägt hierzu eine Veranstaltung im 12. Schuljahr vor. Geplant sei für das 10. Schuljahr zudem ein Vortrag zu den Anforderungen in der Oberstufe, die die bewährte Information zur MSS ergänzt.
Schon länger gibt es die Noten-AG, die sich intensiv mit Fragen wie der Vergleichbarkeit der Abiturnoten beschäftigt hat. Man erarbeitete eine Präsentation zu Zeugnisnoten, zur Benotung schriftlicher Arbeiten und epochalen Notengebung, die auf der Homepage hinterlegt ist. Die Bau-AG begleitet die geplanten baulichen Maßnahmen. Schulleiter Georg Mombour berichtete über ein erstes Treffen auf dem Baugelände in Gegenwart aller beteiligten Behörden und der Architekten. Ende der Sommerferien starten die Arbeiten, bis Winter 2012 solle der Rohbau stehen, skizzierte er den Zeitplan.
Bericht des Schulleiters
Auch zur aktuellen Personalsituation gab es Informationen aus erster Hand. Georg Mombour warb um Verständnis für den Einsatz der Referendare, die Gelegenheit zum eigenverantwortlichen Unterrichten benötigen. Geplant sei für die letzte Schulwoche vor den Sommerferien wieder eine Projektwoche, offen sei noch das Thema. Das vom Schulelternbeirat vorgeschlagene Sommerfest fand Anklang, allein der Termin war noch nicht fixiert. Mombour informierte kurz über die Einrichtung eines Krisenteams, das zum Beispiel bei Trauerarbeit in der Schule Unterstützung leisten könne. Auch erläuterte er die vom Ministerium geänderte Bedeutung der Schullaufbahnempfehlungen nach der 6. Klasse. Zum AQS-Bericht führte er aus, dass die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Elternschaft positiv bewertet wurde. Maria Hasenbach-Wolff betonte die positiven Ergebnisse bei der Bewertung der Unterrichtsqualität.