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Angewandte Geographie: Der Erdkunde-LK 13 und sein Mikrokredit-Projekt

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Felister aus Embu, Kenia…

…. ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Sie führt eine Farm, auf welcher sie unter anderem Mais anbaut. Ihr Leben ist bescheiden und zur Verbesserung der Produktion braucht sie Geld. Deshalb hat sie sich an KIVA gewandt. Aber von vorne…

Vor wenigen Monaten hat unser Erdkunde-Leistungskurs der MSS 13 im Unterricht von Herr Harmel im Rahmen von Möglichkeiten zur Entwicklungshilfe das Fallbeispiel MANUSHI in Nepal behandelt. MANUSHI ist eine non-profit-Organisation zur Vergabe von Mikrokrediten und wurde vom bengalischen Friedensnobelpreisträger Yunus Muhammed gegründet.

Die Konzepte einzelner Mikrokredit-Organisationen sind vor allem für die Empfänger nicht immer einfach angelegt, da sie an verschiedenste Bedingungen geknüpft sind (wie z.B. Schulungen oder Rückzahlungsfristen), dafür können sie aber sehr effektiv sein. Man spendet das Geld nicht einfach wahllos an Organisationen und weiß schlussendlich nicht einmal, ob es wirklich ankommt. Der Verleih von Mikrokrediten kann es Menschen ermöglichen, häufig sind es Frauen, überall auf der Welt selbstständig und unabhängig zu werden. Arme Menschen erhalten die Chance in ein individuelles Projekt zu investieren und sich dadurch eigenständig eine bessere Zukunft aufzubauen.

Nachdem wir unser Fallbeispiel im Unterricht mit Pro- und Contra-Argumenten abgeschlossen hatten, kam in unserem Kurs der Gedanke auf, zusammen ebenfalls einen Mikrokredit zu vergeben. Da es sich als undurchsichtig erwies das Geld über MANUSHI zu verleihen, konnten wir nachkurzer Internetrecherche drei Organisationen, mit ähnlichem Konzept, ausfindig machen. Der Kurs stand nun vor der Wahl an WORLDVISION, BETTERPLACE oder KIVA zu spenden. Man entschied sich für KIVA und für das Projekt von Felister, obwohl KIVA – anders als MANUSHI – keine non-profit-Organisation ist und bei der Bearbeitung in unserem Fall Gebühren von 30 US-$ angefallen sind.

Felister hatte sich um einen Kredit von 300 US-$ beworben, den wir mit 200 US-$ mitfinanzierten, da vier andere Spender bereits 100 US-$ geliehen hatten. Durch den von uns vergebenen Betrag war Felisters Projekt vollständig finanziert. Sie ist nun in der Lage, dieses Geld für eine ertragreichere Ernte einzusetzen. In 14 Monaten, also im Januar 2018 steht die Rückfinanzierung unseres geliehenen Geldes an. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein über KIVA verliehener Mikrokredit komplett zurückgezahlt wird, liegt bei 97%. Wir hoffen, dass Felister das Geld effektiv einsetzen wird und ihr nach der Rückzahlung noch deutlich mehr Kapital als zu Beginn des Projektes zur Verfügung steht. Über die Entwicklung von Felisters Projekt werden wir durch Updates, in Form von Emails, die KIVA uns zusendet, unterrichtet.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, sich über KIVA oder ähnliche Organisationen ebenfalls an Entwicklungshilfe beteiligen zu wollen, gibt es Folgendes zu beachten: Empfehlen würden wir Ihnen für einen Mikrokredit die oben genannten Organisationen, wobei nicht bei allen der Schwerpunkt auf Mikrokrediten liegt. KIVA war unser Favorit und auf der internationalen Homepage www.kiva.org findet man eine breite Auswahl an Projekten überall auf der Welt.