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LK Erdkunde 13: Mikrokredite-Projekte 2017/18

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Der Leistungskurs Erdkunde 13 von Fachlehrer Carsten Harmel hat sich im Rahmen des Unterrichts mit sogenannten Mikrokredit-System auseinandergesetzt und sich entschlossen, ein solches Projekt durchzuführen - wir finden: Eine tolle Sache. Nachfolgend informiert der Kurs über den bisherigen Ablauf des Projekt. 

MIKROKREDIT

Was ist ein Mikrokredit?

Ein Mikrokredit soll Menschen, die unter der Armutsgrenze in Entwicklungsländern leben, helfen, sich eine Existenz aufbauen zu können. Sie besitzen meistens nicht einmal eine Wasser- und/oder Stromversorgung. Mit einem Mikrokredit können sie eigene Ideen/Projekte, mit denen sie Geld verdienen können, umsetzen. Es werden kleinere Summen an Geld verliehen, sodass sie ein Startkapital besitzen. Dies müssen sie aber in kleineren Geldbeträgen in der Regel ein Jahr später komplett zurückzahlen. So bekommt der „Spender“ – wie in unserem Fallbeispiel - das Geld mit einer Rückzahlungsrate von 96 % zurückerstattet. Das Geld kann der „Spender“ für weitere Ideen verleihen oder für sich behalten. 

Was ist unser Projekt?

Wir als Kurs, von und mit Herrn Harmel, haben uns nach reiflicher Überlegung und Abstimmung für ein Projekt in Laos (Südostasien) entschieden. 

Es handelt sich um die Nangoua Group, die statt Wasser durch Erhitzen mit Kohle oder Holz zu reinigen, TerraClear Wasserfilter anschaffen möchten. Dadurch könnten Kosten gespart und zudem durch den Verkauf von gereinigtem Trinkwasser die geliehenen Gelder zurückgezahlt werden. 

Der Kurs hat insgesamt ca. 150,- € gespendet. Die Hälfte wurde bereits von anderen Teilnehmern gespendet, sodass wir zur Vervollständigung des Geldbetrages des Projekts gesorgt haben. 

 

Warum machen wir das?

Einer unserer Themenbereiche handelte von Entwicklungsländern. Als Beispiel hatten wir unter anderem Ruanda und Nepal. In Nepal besprachen wir das Fallbeispiel Manushi. Diese Organisation bietet Mikrokredite für Frauen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, an. Nach einer Ansammlung positiver und negativer Auswirkungen fanden wir es richtig, eine derartige Organisation zu unterstützen. 

 

Positiv:

  • Mikrokredite bieten einen Ausweg aus der Subsistenzwirtschaft. 
  • Der Anbau bzw. die Herstellung erfolgt auch für den lokalen/regionalen Markt. 
  • Einnahmen werden durch den Verkauf der Produkte generiert.
  • Zukunftschancen für die Kinder der Unterstützten werden gesichert/erhöht? → Steigerung der Bildung und (Selbst-)Versorgung
  • Soziale Anerkennung durch die Umsetzung des Projektes (wenn es denn erfolgreich ist).
  • Durch viele individuell-erfolgreiche Projekte wird auch die nationale Wirtschaftskraft des Entwicklungslandes gestärkt.
  • Unterschiede zwischen Arm und Reich werden verkleinert.

 

Negativ

  • Zweckentfremdete Nutzung des Startkapitals wegen möglichen persönlichen Problemen oder beispielsweise Missernten.
  • Akzeptanz der Bevölkerung kann fehlen (besonders in patriarchischen Gesellschaften, wenn lediglich Frauen Mikrokredite erhalten).
  • Gruppenzwang durch Bürgschaften (Kredite werden zwar an Einzelpersonen vergeben, allerdings bürgen andere Person für den Kreditnehmer) → Konflikte untereinander, Schuldenfalle.
  • Die Ärmsten der Armen sind meistens nicht kreditwürdig und werden daher nicht unterstützt.

 

Falls Ihr und dein Interesse geweckt worden ist und ein ähnliches Vorhaben auch gerne umsetzen würdet, ist hier der Link, wo wir verschiedene und interessante Projekte gesichtet haben: www.kiva.org.