Direkt zum Inhalt

Tagesexkursion der 11er EK-Leistungskurse in die Vulkaneifel

Posted in
DruckversionPer E-Mail sendenPDF-Version

Am 19. Dezember 2017 um 07.45 Uhr begannen wir, die beiden Erdkunde Leistungskurse der MSS11, zusammen mit unseren Kurslehrern, Herrn Tost und Herrn Camarda, unsere Tagesexkursion in die Vulkaneifel.

Unser Bus brachte uns zuerst nach Mendig, wo wir den Lavadome, eine interaktive „Vulkanwerkstatt“ besuchten. Im sogenannten „Rundkino“ konnten wir einen nachgestellten Vulkan-ausbruch aus nächster Nähe beobachten. Anschließend lernten wir einiges über die Entstehung und den Aufbau von Vulkanen und konnten anhand der vorhandenen Modelle selbst einige Situationen nachstellen. Nachdem wir uns über bedeutende Eruptionen in anderen Teilen der Welt informiert hatten, erfuhren wir auch, dass der Laacher See in der Osteifel durch einen Vulkanausbruch vor etwa 13.000 Jahren entstanden ist und das Risiko einer erneuten Eruption immer noch besteht.

Als nächstes ging es in den Lavakeller, welcher eine Tiefe von 32 m und eine unterirdische Ausdehnung von rund drei Quadratkilometern hat. Bevor wir hinabsteigen durften, mussten wir uns Schutzhelme und Schutzkleidung anziehen. Der Lavakeller liegt im Basaltgestein, das von einem Ausbruch des Bellerberg-Vulkans vor circa 200.000 Jahren stammt. Unsere Führer erzählten uns viel über die Entstehung und Ausschachtung dieser Keller, die heutige Instand-haltung sowie die frühere Nutzung dieser Keller, beispielsweise als Lagerort für Bier. Da die Kellertemperatur ganzjährig zwischen 6 und 9° C liegt, wurden diese Keller vor der Erfindung elektrischer Kühlgeräte von 28 Brauereien genutzt.

Zuletzt wurden uns im Freilichtmuseum „Museumslay“ noch einige Methoden und Werkzeuge der Steinmetze zur Natursteinbearbeitung erläutert, zum Beispiel wie aus Basaltblöcken Mühlsteine wurden, die in ganz Europa begehrt waren.

 

Anschließend fuhren wir mit dem Bus weiter nach Kretz, um das dortige Römerbergwerk zu besichtigen. Auch hier hatten wir eine sehr informative Führung, die sowohl über Tage als auch unter Tage stattfand. Wir lernten, dass Tuff in römischer Zeit ein sehr beliebter Baustoff war und dass in Städten wie Köln und Xanten viele Paläste und Tempel inklusive einer aufwändigen Fußbodenheizung aus diesem Material erbaut wurden. Die Römer verfügten bereits über eine sehr fortschrittliche Technik, um den Tuff abzubauen, zu fördern und zu bearbeiten, z.B. Kräne, Seilwinden und Steinsägen.

Die letzte Etappe unserer Exkursion führte uns dann zum Laacher See, dessen vulkanischer Ursprung für vieles, was wir bisher gesehen hatten, verantwortlich ist. Der Laacher See, der größte See in Rheinland-Pfalz, befindet sich in einer Caldera, welche ein mehr oder weniger kreisrundes Becken ist und durch den Einsturz der Decke einer entleerten Magmakammer unter einem Vulkan entsteht. Die Caldera des Laacher Sees hat eine mittlere Tiefe von 18 m, einen Umfang von 7,3 km und entstand, nachdem der Laacher See-Vulkan das letzte Mal ausgebrochen war. Als wir am Nachmittag dort ankamen, war es leider sehr neblig, weshalb wir nicht viel sehen konnten. Also traten wir schon nach kurzer Zeit die Heimreise an, so dass wir um 17.00 Uhr wieder in Wissen waren.

Michelle Dünzer, Veronika Kaczynski, Louisa Krieger und Antonia Weitz