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Sportbetonter deutsch-polnischer Schüleraustausch

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der Jahrgangsstufe 8 vom 13.05.2018 bis 18.05.2018

des Kopernikus-Gymnasium Wissen,

des Evangelisches Gymnasium Bad Marienberg,

der Zespół Szkół Nr 2 w Oleśnie und

des Publiczne Gimnazjum nr 2 w Strzelcach Opolskich

Insgesamt beteiligten sich 64 SchülerInnen an dem Austausch, jeweils 32 deutsche und 32 polnische SchülerInnen. Nach der ersten Begegnung im vergangenen September 2017 in Bad Marienberg war dies nun der „Rückaustausch“ in Polen, genauer gesagt am Turawa-See nahe der Großstadt Oppeln.

Schüler-Tagesberichte

Tag 1, Montag

Wir sind am Morgen gegen 9 Uhr in unserer Unterkunft angekommen und haben erst einmal gefrühstückt. Danach haben wir uns in unseren zugeordneten Zimmern eingerichtet. So gegen 12 Uhr sind wir dann in den „Jura Park“ gefahren, wo wir zunächst einen virtuellen Rundgang durch die Vergangenheit hatten. Wir waren in einer Art Museum, in dem wir die Evolution des Menschen sowie die Dinosaurier- und Steinzeit nachvollziehen konnten. Nachmittags sind wir dann wieder in unserer Unterkunft gewesen, wo wir bis zum Abendessen etwas Freizeit hatten. Nach dem Essen sollten wir uns in 10er- Gruppen einteilen, in denen jeweils Schüler aus allen vier Schulen und beiden Geschlechtern vertreten waren. Als dann alle in ihren Gruppen waren, haben wir in den Teams Volleyball und Beach-Fußball gespielt. Danach waren wir dann noch im einigermaßen warmen Seewasser schwimmen. Als es spät wurde, waren wir dann etwa ab 22 Uhr auf unseren Zimmern.

Tag 2, Dienstag

Nachdem wir nach der ersten Nacht in unserer Unterkunft in Turawa aufwachten, stärkten wir uns gegen 08.00 Uhr mit einem leckeren Frühstück. An diesem Tag sollte es nach Strzelce opolskie (Groß-Strehlitz) gehen, wo ein großer Sportplatz und eine Schule waren. Deswegen fuhren wir um 08.45 Uhr ca. 45 Minuten dorthin. Als wir dort ankamen, wurden wir vom Bürgermeister und anderen Menschen sehr nett begrüßt. Es wurden für uns verschiedene sportliche Stationen vorbereitet, wie Hochsprung, Fußball, Sumoringen, Weitsprung, Volleyball und als Highlight durften wir sogar mit Luftgewehren auf ein vorgegebenes Ziel schießen. Zwischendurch kam ein Mann vorbei, der uns mit leckeren Pudding- und Mohnteilchen versorgte. Da das Wetter mitmachte, hat es uns viel Spaß gemacht die verschiedenen Stationen zu meistern und manche von uns fanden vielleicht sogar eine neue Sportart für sich. Nach dem Sportprogramm ging es zu unserer Partnerschule in Strzelce opolskie, wo es zum Mittagessen in der Mensa Salat mit Kartoffelpüree und Hähnchen gab. Anschließend gingen wir zum nahgelegenen Rathaus, um den über 50 Meter hohen Rathausturm zu besteigen und die Aussicht von oben zu bewunderen. Nachdem wir noch ein bisschen vor dem Rathaus auf den Treppen saßen kam unser Bus, der uns zurück zur Unterkunft  bringen sollte. Da wir aber noch Snacks brauchten, machten wir auf dem Weg noch einen kurzen Stopp in einem Lebensmittelgeschäft. Da viele noch nicht ihr Geld umgetauscht hatten, gingen wir zusammen mit unserem Dolmetscher unsere Euros in polnische Zlotys umzutauschen, mit denen wir im Geschäft bezahlen konnten. Von da aus ging es dann nach Hause zum Abendessen, da uns der anstrengende Tag hungrig gemacht hatte. Nach dem Essen hatten wir Freizeit und konnten uns auf unseren Zimmern noch unterhalten.

 

Tag 3, Mittwoch

Nach dem Frühstück starteten wir um 8.45 Uhr nach Oleśno. Dort angekommen, sollten wir mit unseren Gruppen drei Sportarten bestreiten (Fußball, Basketball und Völkerball). Am meisten Spaß hat mir Basketball gemacht. Beim Fußball war es so, dass eigentlich nur die, die auch sonst Fußball spielen, auch mitgespielt haben. Im Anschluss an die drei Sportarten begaben wir uns noch ins nahe gelegene Schwimmbad. Dies war zwar recht klein, aber es gab eine lange Rutsche, einen Whirlpool, ein Schwimmbecken und ein Babybecken. Danach sind wir in die Partnerschule gefahren und haben dort Mittag gegessen. Anschließend haben die Austauschschüler uns die Schule ein bisschen näher gebracht und nach der Besichtigung wurden in der Turnhalle Team-Wettkämpfe betrieben und anschließend noch Tischtennis, Basketball, Fußball und Volleyball je nach Interesse gespielt. Am späteren Nachmittag fuhren wir alle erschöpft wieder in unsere Unterkunft und verbrachten unseren letzten Abend mit gemütlichem Zusammensitzen auf den Zimmern.

Tag 4, Donnerstag

Wie oft in der Woche begann das Frühstück um 8 Uhr, worauf die Abfahrt um 8:45 Uhr nach Lamsdorf folgte. Wir fuhren circa eine Stunde zu unserem Ziel: das Kriegsgefangenenmuseum Lamsdorf. Mit einem mulmigen, aber auch neugierigem Gefühl betraten wir das Museum, welches uns das Leben der Kriegsgefangenen in Lamsdorf näher bringen sollte. Durch die eindrucksvollen Bilder im zuvor gezeigten Film und die ernsten Worte unseres Museumsführers gelang dies mit großem Erfolg.

Ich denke, die meisten von uns sind geschockt gewesen, welche Zustände die Gefangenen und die Soldaten in der Kriegszeit durchstehen mussten.

Nach diesem historischen Vormittag führte uns die nächste Route in die nächstgelegene Großstadt Oppeln, wo wir bis 16:30 Uhr Zeit für uns selbst hatten. Die meisten gingen in das Einkaufszentrum, um ein wenig zu shoppen, die anderen gingen eine Kleinigkeit essen.

Fast pünktlich erschienen alle Schüler und Lehrer am Bus, welcher uns zurück nach Turawa fuhr.
In unserer Unterkunft stand das Essen um 19:30 Uhr auf dem Tisch, die Stimmung war ein wenig bedrückt, da jeder wusste, dass dies der letzte Abend mit den anderen Schülern ist.
Viele erinnerten sich an die schönen Momente, die sie in der Zeit erlebt hatten.

Und dann war es leider soweit: die polnischen Schüler mussten abreisen. Viele Tränen flossen, alle nahmen sich in den Arm, Sätze wie: „Es war eine wunderschöne Zeit“ oder „Hoffentlich sehen wir uns irgendwann mal wieder“ fielen oft. Keiner hatte mit so einem emotionalen Abschied gerechnet.

Wir danken den Lehrern und allen anderen Personen, die uns dieses Erlebnis ermöglicht haben und hoffen, dass diese zwei Wochen für immer in Erinnerung bleiben.

 

 

 

Die Tagesberichte verfassten Ivo Sarlette, Nele Hoffmann, Jan Riebel und Juley-Ann Rickert.

Außerdem nahmen an dem Austausch folgende SchülerInnen aus Wissen teil:

Alison Alt, Talisa Alt, Romina Boketta, Nike Hombach, Maren Krafft, Lina Mockenhaupt, Anastasia Müller, Laura Schneider, Sören Stock, Cécilia Stricker und Mika Winter