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Studienfahrt der Jgst. 12 in die Toskana

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"Italien ist ein schönes Land, da sorgt der liebe Gott für alles, da kann man sich im Sonnenschein auf den Rücken legen, so wachsen einem die Rosinen ins Maul [...]." Wenn schon Eichendorff in seiner Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" Italien derart anpreist, dann kann eine Studienreise in die Toskana, in das Herz Italiens, nur die richtige Wahl sein.

Die kleine Jahrgangsstufe 12, 49 Schülerinnen und Schüler in der Begleitung von Carsten Harmel und Robert Winter als Jahrgangsstufenleiter sowie Nicole Nyga und Claudia Wagner, machte sich also vom 27. Mai bis zum 3. Juni auf in das Land, in dem "Milch und Honig fließen". Zentral in Florenz wohnend fühlte sich die Schülerschaft auch direkt wohl: Der Mercato Centrale direkt hinter der nächsten Ecke, der Blick auf den Florentiner Dom von der Dachterrasse des Hostels, der Arno fußläufig erreichbar - so muss das sein. Das Wetter, durchgehend um die 30 Grad, sonnig, trocken, spielte die gesamte Fahrt über mit. Nach langer Busfahrt wurde der Ankunfstag in Florenz verbracht, Stadterkundung und abends auf die Piazza Michelangelo, weit über der Stadt auf der anderen Arnoseite ein erstes Innehalten und Genießen.

Florenz kann man sich erlaufen, man kann sich Florenz aber auch aus der Ferne nähern. Mit einer Wanderung in die kleine Stadt Fiesole, hoch über Florenz gelegen, begann am ersten richtigen Tag die Erkundung der Medici-Stadt. Während in Fiesole noch die frühe Geschichte der Region, der Weg von den Etruskern zu den Römern bis hin zu den Medici eine Rolle spielte, so tauchte man am Nachmittag in die moderne Stadt ein, in den Trubel abertausender Touristen aus aller Welt.

Siena, am dritten Tag der Reise das erste Ziel, beeindruckte mit der Piazza del Duomo und den noch erkennbaren Ausmaßen, die der geplante Dom einnehmen sollte - der Dom selber war kaum weniger imposant. Ein Teil der Schüler bestieg den Torre del Mangia, den "Turm der (Geld-)Verschwendung" mit grandiosem Ausblick über die Stadt, das Umland und v.a. auf die berühmte Piazza del Campo. Am späten Nachmittag ging es noch in die einzigartige Kleinstadt San Gimignano: Während den Schülern die Touristen entgegenströmten, die Stadt sich also leerte, konnte man nicht nur einen der noch verbliebenen Geschlechtertürme besteigen, sondern auch weltmeisterliches Eis genießen - so muss ein Tag enden.

Der Mittwoch stand im Zeichen der Kultur und der Kunst: Michelangelos "David" in der Galleria dell'Accademia am Morgen, die Uffizien und die Giardino di Boboli am Abend waren die Teile des Programms - die Schüler wussten die Kunst durchaus modern zu interpretieren. 

Pisa, weltbekannt durch seinen schiefen Turm, sollte das Ziel des vorletzten Tages der Reise sein - aber da Pisa nur wenig mehr als den "Platz der Wunder" zu bieten hat, ging es recht zügig weiter nach Torre del Lago: Einen halben Tag zumindest musste das gute Wetter auch mit einem Strandbesuch und einem Bad im Meer genutzt werden. Für die Schülerinnen und Schüler nach dem Kulturprogramm der letzten Tage eine wohlverdiente Abwechslung. 

Der letzte Tag führte, mangels jeglicher Chancen auf Tickets für die Domkuppel, auf den Campanile, den Glockenturm, der Kathedrale von Florenz, anschließend noch in das Museo Galileo und dann bereits über Nacht wieder in den Westerwald. Eine Woche geht schnell vorbei - die Erinnerung an eine sonnige, fröhliche Studienfahrt wird deutlich länger anhalten. 

(Bilder: Hanna Gümpel, Marco Lei Zimmermann, Robert Winter)