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Course Trip Malta 2018

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Dienstag, der 22.05.2018

„Sabrina der Zug ging um 13.36 Uhr, Du musst irgendwie um 15.30 am Flughafen sein!“

Mit dieser Nachricht begannen wir am 22. Mai 2018 unsere Kursfahrt nach Malta, wie so manche Englischstunde Dienstagnachmittags, mit Unaufmerksamkeit, da Sabrina aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten den Zug verpasste. Am Flughafen angekommen, trafen wir dann auf Sabrina und Tobis` Papa, welcher ihm noch neue Schnürsenkel vorbeibrachte... nicht, dass seine auf unserer abenteuerlichen Reise kaputt gehen. 

Vollständig traten wir dann unsere Reise nach Malta an. 

Auf Malta angekommen, wurde uns erklärt, dass unser Hotel einen Wasserschaden hat, woraufhin wir in ein anderes Hotel wechselten, welches – zumindest offiziell - dem gleichen Standard entsprechen sollte ... Schnell bemerkten wir jedoch, dass dies nicht der Fall war.

Trotzdem ließen wir uns von defekten Klospülungen, Lampen und Balkontüren und von fehlenden Kleiderschränken nicht die Laune vermiesen, denn wir wussten, dass wir mit Abstand das beste Reiseziel mit tollen Programmpunkten hatten. 

Den Abend ließ der Großteil noch in einer Bar ausklingen, bevor wir in den nächsten Tag starteten.

Mittwoch, der 23.05.2018

Unser erster Tag begann mit einem, den Magen nicht besonders erfreuenden, Frühstück im Ausweichhotel Santa Maria. Dieser heilige Name sollte eigentlich nicht so verschmutzt werden.

Nach der taktischen Besprechung in der Aula, ging unser Maltarudel auch schon los zum Busbahnhof, um dort die Vallettareise für den Tag zu starten. Die Busfahrt glich einer einzigen Adrenalintherapie, da der Busfahrer es nicht für nötig hielt, ein Schlagloch auszulassen oder mal früh genug zu bremsen.

In Valletta hatten wir erst mal knapp zweieinhalb Stunden Freizeit, in der wir sämtlichen Fokus auf Essen lenkten. Durch dieses gestärkt, starteten wir daraufhin die Stadtführung unter der Leitung des englischsprechenden, holländischen Malteser Franz. 

Er berichtete uns auf humorvolle Art und Weise über Vallettas Geschichte und führte uns sehr ruhig und gelassen durch die Stadt.

Nach der Rückfahrt und einem, von einer Magensäuberung gefolgtem, Essen, verbrachten wir den Abend zusammen in einer Bar, dem de Niro´s. Wir kontrollierten das DJ-Pult und hatten alle sehr viel Spaß. Besonders Henry kam der Abend sehr zu Gute, da er in einem Gespräch mit einer Einheimischen seine Englischkenntnisse sehr gut anwenden konnte. 

Donnerstag, der 24.05.2018

Der Tag begann wie immer, damit, dass wir bei strahlendem Sonnenschein zur Bushaltestelle liefen und dort den Bus zur Golden Bay nahmen. Während einer halbstündigen Fahrt schafften wir es dreimal ein und auszusteigen, da unsere Lehrer leicht verwirrt waren was den Ausstieg bzw. Zielort anbetraf. Als wir dann endlich an der gewünschten Haltestelle ankamen, war die nächste Herausforderung, den gewünschten Strand, wo die Kanufahrt stattfinden sollte, zu erreichen. Jedoch entpuppte sich die erwartete Straße als ein 20cm breiter Trampelpfad, der auch für den anspruchsvolleren Klettersport geeignet wäre. 

Endlich in der Bucht angekommen, wollten wir uns sofort im türkisfarbenen Wasser abkühlen, welches wir auf unserer Bergetappe ständig aus der Ferne sehen konnten. Leider wurde dieser Badegang relativ schnell abgebrochen, da Melis von einer Feuerqualle „angegriffen“ wurde und plötzlich die Begeisterung in Angst umschlug, sodass sich alle darum kümmerten, binnen weniger Sekunden das Meer zu verlassen. Als wir uns alle vom Schock erholt hatten, machten sich schließlich acht Kajaks auf den Weg, das Meer zu erkunden. 

Nach der Kajaktour fuhren wir spontan mit einem Motorboot zurück zur Golden Bay. Die Aufregung war groß, da die überraschend hohe Geschwindigkeit des Bootes unterschätzt wurde. Einen Zwischenfall stellte der, wenig später am Strand verloren gegangene,  Angelo dar, der jedoch schnell wieder zum Rudel zurückfand. Nun ließen wir bei traumhafter Kulisse den Tag am Strand ausklingen. Etwas verbrannt endete der Abend für uns – wie nahezu jeder Abend - mit Cocktails und guter Laune in einer Bar. 

 

Freitag, der 25.05.2018

Mdina, die ehemalige Hauptstadt von Malta, wurde  am Mittwoch von unserem Rudel erobert, um eine Stadtrallye zu machen.

So kam es, dass 14 mehr oder weniger – „weniger“ überwog hierbei deutlich - hoch motivierte SchülerInnen ausschwärmten, um die gestellten Fragen und Aufgaben zu lösen. Dabei lernten wir dann die zugegeben sehr kleine Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten, wie das Stadttor oder die St. Pauls Kathedrale, kennen. 

Danach ging es dann in die deutlich größere Zwillingsstadt Rabat, um die typisch maltesische Küche zu testen. Natürlich gab es auch für die weniger experimentierfreudigen Pizza und Ähnliches.

Abends blieb dann noch etwas Zeit für eine ordentliche Abkühlung im Hotelpool, des mittlerweile wieder bezogenen und ursprünglich gebuchten Topaz Hotels. Gott sei Dank!!! Das war nach den Ein- und Auscheckstrapazen der letzten Tage und der Hitze in Mdina auch dringend nötig.

Samstag, der 26.05.2018

Am Samstagmorgen sind wir nach Marsaxlokk, einer kleinen Hafenstadt mit berühmten bunten Booten, gefahren.

Nachdem wir uns auf dem örtlichen und auf ganz Malta bekannten Markt umgesehen und Proviant für den Nachmittag gekauft hatten, setzten wir uns in ein kleines Restaurant am Meer und bestellten bei Alex, dem attraktivsten Kellner Maltas, unser Mittagessen. Alex war vermutlich KEIN Vegetarier, denn er hat mit uns ein Gespräch angefangen, indem er uns empfohlen hat, garantiert etwas mit Fleisch zu bestellen, auch wenn es nur Hühnchen war, weil „in the vegetarian wrap, there are only things like grass inside and I don`t think grass is tasty“.

Nach dieser Unterhaltung fuhren wir mit zwei bunten Booten zum St. Peters Pool oder, wie es andere nennen, St. Petersburg - den kleinen geographischen und klimatischen Unterschied kann man ja vernachlässigen. Dort angekommen, sonnten wir uns auf dem Sandstein und sprangen von den Klippen in das türkisblaue Wasser. Später schwamm eine kleinere Gruppe von uns zu einer nahegelegenen Felsformation, wo wir uns die zerfurchte Inseloberfläche und kleinere Pools mit Fischen und Seegras anschauten. Niemand von uns hatte ein Handy dabei, aber wir beschlossen, dass es das beste war, etwas nur zu genießen, ohne Bilder davon zu machen. 

Nachdem wir mit dem Bus zurück ins Hotel gefahren waren, machten sich alle fertig und packten ihre Koffer, bevor wir zusammen in ein Restaurant an der Küste liefen, um uns dort das Champions League Finale anzusehen. Obwohl sowohl das Essen, als auch der Ausgang des Spiels traurig waren, hatten wir supergute Laune. Da alle nach dem Essen komischerweise noch Hunger hatten, zogen wir durch die Stadt und aßen Unmengen an gluten- und zuckerfreiem Eis, Frozen Joghurt und Crêpes. Die Lachkrämpfe und das alberne Herumtanzen hörten selbst im Hotel nicht auf, sodass wir wachblieben, bis der Wecker nachts um drei zum Auschecken klingelte.

Sonntag, der 27.05.2018

Dann kam auch schon der Tag der Abreise.

Als wir im Vorfeld erfuhren, dass unser Flug um 7 Uhr morgens gehen würde, waren wir uns alle sicher, dass wir nicht schlafen gehen würden, da wir um 3 Uhr morgens unsere Zimmer verlassen mussten… falsch gedacht.

Nach erfolgreichem Zimmercheck und kleinem Frühstück in der Hotelaula, machten wir uns um 4 Uhr morgens im Reisebus auf den Weg zum Flughafen. Am Flughafen angekommen, hatten wir eine kleine Überraschung - der Flug hatte 2,5 Stunden Verspätung.

Dezent schlecht gelaunt schlenderten wir durch den Flughafen auf der Suche nach Beschäftigung, mit der leisen Hoffnung, dass es sich um ein Missverständnis handeln würde.

Immer mal wieder einen Blick auf die Zeittafel werfend, welche stündlich eine neue Flugzeit vorhersagte, nagte das Bedürfnis nach Schlaf an uns.

Um 10.30 Uhr war dann endlich Boarding.

Als wir um 13:45 Uhr in Düsseldorf ankamen, war unsere ermüdende Abreise jedoch noch lange nicht vorbei. Nachdem wir alle unsere Koffer hatten und uns am Sky Train wiederfanden, wurde wir alle Zeugen einer beinahe-Schlägerei zweier älterer Herren, zu viel für unsere Nerven für einen Tag.

Anschließend nahmen wir den Zug von Düsseldorf nach Köln und wiederum daran anschließend den Zug nach Wissen, was uns weitere 2 Stunden Fahrzeit einbrachte.

Völlig fertig nach der zwölfstündigen Tour kamen wir dann schließlich gegen 17:30 Uhr in Wissen an. Die paar Tage in Malta vergingen wie im Flug und man hatte am letzten Abend der Kursfahrt das Gefühl, gerade erst angekommen zu sein.

Die Kursfahrt hat die meisten noch enger zusammengeschweißt und das Gefühl, abreisen zu müssen, für etwas Wehmut gesorgt. Nichtsdestotrotz kamen wir mit etwas Übergepäck an schönen Erinnerungen zurück und konnten uns auf unsere Familien freuen.